Bei angenehmstem Frühlingswetter reisten die 3a und die 3b der Grundschule Hesepe mit der Nordwest- und der Westfalenbahn nach Bad Bentheim, um dort für drei Tage ins Mittellalter einzutauchen. Die 27 Mädchen und Jungen haben dabei viel Spaß gehabt, aber auch sehr viel lehrreiche Erfahrungen sammeln können. Auch ihre Lehrerinnen Angelica Bücker und Anne-Kathrin Wellmann hatten hinterher eine Menge zu erzählen.

So bereitete die pensionierte Lehrerin Frau Folkers ein spektakuläres Ritterturnier vor, bei dem die Mannschaften „Lilien von Frankreich“ gegen die „Kronen von England“ antreten mussten. Es wurde mit echten Waffen gekämpft, eine Wildsau erlegt, „Holzköpfe“ vom Rumpf getrennt, Feuer gelöscht, um nur einige Disziplinen zu nennen. Zwischendurch musste Graf Egbert auf seinem Tribünenplatz gehuldigt werden und dieser schlug am Ende des harten aber fairen Kampfes zahlreiche Knappen und sogar Mädchen zum Ritter.

Abends gingen wir mit dem Nachtwächter von Bad Bentheim auf Tour.„Hört, Ihr Leut´und lasst euch sagen…“das konnten wir bald mitsingen. Der Nachtwächter erzählte uns einige ziemlich haarsträubende Geschichten über die Entstehung der Burg. So soll der Teufel höchstpersönlich den Bau in einer Nacht vollendet haben. Nach einem krummen „Deal“ mit dem Grafen Bento verlor der Teufel sein rechtes Ohr auf einer Felsenspitze, dem „Teufelsohrkissen“. Diese Geschichte ließ uns keine Ruhe mehr, bis wir nach langem Suchen eine alte Frau trafen, die uns auf der Burg in ein Türmchen führte, von dessen Fenster man das versteinerte Teufelsohr sehen konnte. Frau Wellmann hat es fotografiert, in ihrer Klasse hängt der Beweis.

Nach einer kurzen Nacht freuten wir uns auf den zweiten Tag, an dem wir die tollsten mittelalterlichen Verkleidungen basteln durften. Als Burgfräulein und Ritter zogen wir auf die Burg und ließen uns alles erklären. Von der Spitze des Bergfriedes bis hinunter in den Folterkeller standen uns fast alle Türen offen. Nur nicht die von den Privatgemächern des Fürsten, der gerade zu Hause war und bestimmt aus dem Fenster geguckt hat, als wir die Burg stürmten.

Am zweiten Abend sind wir dem Mittelalter für kurze Zeit entflohen und haben eine zeitgenössische Disco veranstaltet. Alle sind auf ihre Kosten gekommen, keiner musste vorzeitig abgeholt oder zum Arzt gebracht werden. Vollzählig kamen die 3a und die 3b am dritten Tag ihrer Reise wieder am Bramscher Bahnhof an. Die beiden Klassen haben sich richtig angefreundet und ihre Lehrerinnen sind stolz, wie selbständig und integer sich die Kinder auf der Klassenfahrt gezeigt haben.

Für die 3a und 3b

Anne-Kathrin Wellmann





Ein Klick ins Mittelalter!



Schuljahr 2010/11
Känguru der Mathematik 2011