Besuch eines MdB im Oktober 2013

Originalauszug von der Website des Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering:

"Wir versuchen den Bewohnern hier möglichst viel Rüstzeug für die Integration mitzugeben." Das betonte Conrad Bramm, Leiter der Landesaufnahmebehörde anlässlich des Besuchs von Rainer Spiering in der Einrichtung in Bramsche. Spiering war in Begleitung des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Bramsche, Heiner Pahlmann, in den Stadtteil Hesepe gekommen, um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen.

Seit rund einem Vierteljahrhundert wird die ehemalige niederländische Kaserne zur Unterbringung von Immigraten genutzt, wobei es sich anfänglich um Spätaussiedler aus der damaligen Sowjetunion handelte. Die heutigen Asylbewerber kommen zu einem großen Teil vom Balkan und gehören der ethnischen Gruppe der Roma an.

In Hesepe versucht man mit den vorhandenen Mitteln diese Menschen auf das Leben in Deutschland vorzubereiten. "Dazu gehören ganz praktische Dinge wie Verkehrskompetenz, kulturelles Verständnis - und zuallererst Sprachkompetenz", betonte Bramm. "Die Kenntnis der deutschen Sprache ist das A und O." Aufgrund der bekanntlich hohen Ablehnungsquote bei den Asylbewerbern werden aber auch sogenannte Rückkehrhilfen angeboten. Bramm: "Wir haben hier eine anerkannt hohe Kompetenz im Bereich der freiwilligen Rückkehr in die Herkunftsländer."

Der Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering zeigte sich - insbesondere beim Einblick in die Arbeit der hausinternen Schule - beeindruckt vom hohen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Wir dürfen die Einrichtungen, aber auch die Kommunen, die die Menschen später aufnehmen, nicht mit den Problemen alleine lassen", stellte der Abgeordnete heraus. Spiering weiter: "Angesichts des demgrofischen Wandels müssen wir erkennen, dass wir ein hohes Interesse daran haben müssen, junge Zuzügler bestmöglich zu integrieren." Dafür sei Bildung der entscheidende Schlüssel.



Besuch aus dem Bundestag

Rainer Spiering und Conrad Bramm (2.v.l.) mit den Lehrkräften und Heiner Pahlmann



Die Sprachlernklassen

Zur Grundschule Hesepe gehören zwei Sprachlernklassen (SLK), die in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen – Standort Bramsche (LAB NI) untergebracht sind. Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache besuchen diese Klassen, wenn sie über nicht ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen, um altersgemäß und erfolgreich am Unterricht der Grundschule teilzunehmen.

In jeder SLK vermittelt eine Lehrkraft den Kindern genügend Deutschkenntnisse, damit sie nach ca. einem Jahr die Grundschule besuchen können. Aber auch Mathematik, Sachunterricht, Kunst, Musik und Sport wird unterrichtet, so dass der Stundenplan mit ca. 23 Stunden pro Woche gut gefüllt ist. Zusätzlich können die Schülerinnen und Schüler jeden Nachmittag zur Hausaufgabenbetreuung in die Schule kommen.

Außer den beiden Klassenräumen gibt es in der Schule noch eine Küche, in der mit den Kindern gern gekocht wird, ein Lehrerzimmer und einen kleinen Pausenhof. Siehe Bilder!



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